Positive Leadership bedeutet nicht, Belastungen auszublenden. Der Ansatz hilft Führungskräften vielmehr, neben Problemen auch jene Bedingungen bewusst zu gestalten, unter denen Menschen motiviert, verbunden und wirksam arbeiten können.
PERMA als Führungsbrille
Das PERMA-Modell bündelt fünf Bereiche des Wohlbefindens. Im Führungsalltag lassen sie sich in einfache Fragen übersetzen.
Positive Emotionen
Was gelingt trotz hoher Belastung? Anerkennung wirkt glaubwürdig, wenn sie konkret und zeitnah ist.
Engagement
Wo können Mitarbeitende ihre Stärken einsetzen und Verantwortung übernehmen, ohne überfordert zu werden?
Relationships
Welche Routinen stärken Verlässlichkeit, Unterstützung und einen respektvollen Austausch im Team?
Meaning
Wie wird der Sinn einer Aufgabe sichtbar, besonders bei Veränderungen und zusätzlicher Dokumentation?
Accomplishment
Welche kleinen Fortschritte bleiben oft unsichtbar und sollten bewusst markiert werden?
Klarheit bleibt unverzichtbar
Stärkenorientierung ersetzt keine Entscheidung. Mitarbeitende brauchen nachvollziehbare Prioritäten, verlässliche Absprachen und Rückmeldung. Positive Führung verbindet deshalb Wertschätzung mit Erwartungsklarheit.
Gute Führung fragt nicht nur, was nicht funktioniert. Sie macht auch sichtbar, worauf das Team aufbauen kann.
Eine Übung für die nächste Teamsitzung
Wählen Sie eine PERMA-Dimension und fragen Sie: Was funktioniert bei uns bereits? Was fehlt? Welche kleine Veränderung testen wir bis zum nächsten Termin?



